Nächstes Level Elektromobilität: Weg zum globalen Ladestandard für Elektrofahrzeuge

Der Verein Charging Interface Initiative e.V. (CharIN), stellt am 1. März 2016 eine universelle Ladeschnittstelle vor, die Ladesäulen und Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller kompatibel machen kann.

Einer der Top-Redner auf dem "KONGRESS" 2016 des Forum ElektroMobilität e.V. ist Claas Bracklo. Herr Bracklo ist Vorstandsvorsitzender des CharIN e.V. und Leiter der BMW-Aktivitäten in der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE).

In seinem Beitrag am Dienstag, 01. März 2016 präsentiert der Elektromobilitätsexperte „Den Weg zum Erfolg eines globalen Ladestandards – Technologie, Standardisierung, Organisation“.

„Besitzer von Elektroautos werden spätestens ab 2017 ihre Fahrzeuge an allen neuen Ladestationen in Europa mit dem kombinierten Ladesystem aufladen können.“, erläutert Herr Bracklo das gemeinsame Ziel. Das CCS fasst die Vorteile bestehender Varianten in einem standardisierten Ladesystem zusammen, das alle Ladeszenarien für die Fahrer von Elektrofahrzeugen bedient. „CCS ist derzeit das weltweit einzige, international standardisierte Ladesystem, das in einem integrierten System klassisches Wechselstromladen (AC) ebenso unterstützt wie unterschiedliche Schnellladeszenarien“, erklärt Bracklo und ergänzt: „Es kombiniert einphasiges und schnelles dreiphasiges Wechselstromladen bis zu einer maximalen Leistung von 43 Kilowatt (kW) mit Gleichstromladen (DC) aktuell bis zu 200 kW. Besonderer Fokus bei der Verbreitung des Standards liegt aber auch auf der Sicherstellung der Interoperabilität von Ladesäulen und Fahrzeugen unterschiedlicher internationaler Hersteller.“Das Combined Charging System ist in den einschlägigen IEC- und ISO-Normen dokumentiert und wird sowohl vom Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) als auch von der Society of Automotive Engineers (SAE) in den USA unterstützt. „Die Zielsetzung einer auf- und abwärtskompatiblen Weiterentwicklung zu höheren Ladeleistungen bis zu 350 kW und den damit möglichen kürzeren Ladezeiten unterstützt den Wunsch nach kurzen Nachladezeiten und der Möglichkeit zur schnellen Reichweitengenerierung.“, schließt Bracklo seine Zusammenfassung.